Sekretariat Kerzers

Matthias Galli, neu gewählter Pfarrer in Kerzers

Foto M. Galli ref Janura 2021 <span class="fotografFotoText">(Foto:&nbsp;Matthias&nbsp;Galli)</span><div class='url' style='display:none;'>/</div><div class='dom' style='display:none;'>kirchenregion-laupen.ch/</div><div class='aid' style='display:none;'>3559</div><div class='bid' style='display:none;'>14391</div><div class='usr' style='display:none;'>10898</div>

Ab 1. Februar 2021 ist das Pfarrteam in der Kirchgemeinde Kerzers wieder komplett, freut sich sehr auf die vielseitigen Aufgaben und die spannenden Kontakte mit der Gemeinde.
Matthias Galli,
„Nur wer erwachsen wird und ein Kind bleibt, ist ein Mensch.“
(Erich Kästner)


Liebe Leserinnen und Leser
Mit diesem wunderbaren Zitat starte ich, Matthias Galli, meine persönliche Vorstellung. Warum?
Weil mich diese Worte nun schon seit meiner Kindheit im malerischen Emmental begleiten. Damals wollte ich so lange wie möglich Kind bleiben. Die Welt der Erwachsenen war in meinen Augen zwar spannend, aber auch langweilig, öde und nicht gerade erstrebenswert.
Dann kam die Sturm- und Drangzeit als Jugendlicher und das Zitat ging mir immer mehr aus dem Sinn. Nun konnte es nicht schnell genug gehen mit dem Erwachsenwerden. Endlich die langweilige Schule beenden, die Lehre als Vermessungszeichner beginnen, bis nach Mitternacht in den Ausgang gehen, tolle Leute kennen lernen und ausgiebige Touren mit dem eigenen Fiat Panda 500 unternehmen. Wahnsinn …
Ein lediglich «erwachsenes» Denken und Leben füllten mich aber mit der Zeit nicht mehr aus. Es gab doch noch mehr im Leben. Aus diesem Grund startete ich vor über 15 Jahren mein Theologiestudium in Bern. Und auf einmal war da eine Postkarte mit dem erwähnten Zitat, welche seit dieser Zeit ihren Ehrenplatz über meinem Schreibtisch hat.
Täglich führen mir Kästner’s Worte nun wieder vor Augen, um was es, neben vielen anderen wundervollen Dingen, in meiner Aufgabe als Pfarrer geht, nämlich: bei Menschen aller Altersstufen immer wieder die Neugierde auf die grossen Fragen des Lebens zu wecken und sie auf der Suche nach ihren Antworten zu begleiten. Kindern ermöglicht diese Neugierde Alles zu erlernen was für sie wichtig und erstrebenswert ist. Leider haben wir Erwachsene viel von diesem Wesenszug, welcher Einen wieder zum Staunen bringt und die Augen strahlen lässt, verloren oder verdrängt. Aber wir als Christinnen und Christen wüssten doch, dass jemand einmal gesagt hat:
«Amen, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht so annimmt wie ein Kind, der wird nicht hineinkommen.» (Mk 10,15)
Bitte verstehen Sie mich nicht falsch. Ich spreche hier nicht von einem kindlichen, naiven oder sogar unvernünftigen Glauben. Ich spreche aber davon, neugierig zu bleiben, immer wieder auch mutige und freche Fragen zu stellen und vor allem das Erstaunen über mögliche Antworten bewusst zuzulassen. Dies sowohl als bewusst lebender Mensch wie auch als verantwortungsvolle Institution Kirche.
Ich freue mich darauf, ab Februar 2021 gemeinsam mit Ihnen diesen Weg zu gehen.

Matthias Galli, Pfarrer
Bereitgestellt: 30.12.2020     Besuche: 33 Monat 
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